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Montag, 12. November, 19.30 Uhr
Lesen Sie auch so gerne …
Gesprächskreis über aktuelle Literatur


Thema des Abends: Grossmann, David: Kommt ein Pferd in die Bar

Dienstag, 20. November, 19.30 Uhr
Wolfgang Niess: Die Revolution 1918/19.
Der wahre Beginn unserer Demokratie

Lesung, Vortrag und Gespäch


»Leider sind wir uns viel zu wenig bewusst, wie sehr unsere heutige Bundesregierung von dem lebt, was die Revolutionsbewegung 1918/19 erkämpft hat. « Wolfgang Niess

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Das will Wolfgang Niess mit seinem im Jahr 2017 erschienenen Buch „Die Revolution 1918/19. Der wahre Beginn unserer Demokratie“ verdeutlichen. Seit den 1970erJahren beschäftigt sich der Journalist mit dieser Revolution, ihren Errungenschaften und ihrer Deutung in der Geschichtsschreibung. Gerade heute, in einer politisch turbulenten Zeit, in der rechtes Gedankengut Aufwind bekommt, ist es essenziell, den Anfängen der Demokratie in Deutschland zu gedenken. Die Ereignisse um die Revolution von 1918/19 verdeutlichen, dass Demokratie erkämpft, gehütet und gepflegt werden muss, sonst geht sie verloren oder wird absichtlich beseitigt.

»Für Hitler war die Revolution von 1918/19 der Albtraum, der sich nie wiederholen sollte.« Wolfgang Niess

Hätte die Revolution von 1918/19 den Aufstieg der Nationalsozialisten vereiteln können, wäre sie noch konsequenter und noch durchsetzungskräftiger gewesen? Die Arbeiter- und Soldatenräte stürzten die Monarchie und brachten Deutschland die Demokratie. Damit waren sie den Nationalsozialisten, die sich von Anfang an als Gegenbewegung zur Revolution von 1918/19 verstanden, von Grund auf verhasst. Adolf Hitler hielt kaum eine Rede, in der er nicht das „Verbrechen vom 9. November“ verurteilte, welches aus seiner Sicht der alleinige Grund für die Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg war. Für ihn symbolisierte der November 1918 alles, was er ablehnte, alles, wogegen er Politik machte.

Nicht nur der Sturz der Monarchie und die Ausrufung einer demokratischen Republik sind die Errungenschaften der Revolution, die im November 1918 begann und sich bis in den Mai 1919 zog: Unter anderem die Einführung des allgemeinen, gleichen Wahlrechts auch für Frauen, die Verankerung sozialer Grundrechte in der Verfassung und die Einführung des Achtstundentages für Arbeiter und Angestellte sind ebenso der Führung der Sozialdemokraten zu verdanken. Trotz aller Erfolge konnte die Revolution ihr Potenzial nicht ausschöpfen, wie Wolfgang Niess einräumt. Jahrzehntelang wurde die Revolution von 1918/19 verkannt, vergessen, instrumentalisiert. Daher hält es Wolfgang Niess zum bevorstehenden 100-jährigen Jubiläum an der Zeit, die größte Volksbewegung in der deutschen Geschichte zu würdigen.

»Diese Revolution ist der wirkliche Beginn der Demokratie in Deutschland.« Wolfgang Niess

Dr. Wolfgang Niess, geboren 1952, studierte in Stuttgart und Tübingen Geschichte, Politikwissenschaft, Mathematik und Kommunikationswissenschaften. In seiner Dissertation behandelte er die Deutungen der Revolution von 1918/19 in der deutschen Geschichtsschreibung der vergangenen 100 Jahre. Wolfgang Niess ist leitender Redakteur beim SWR Fernsehen.

Veranstalter und Ort: Stadtbibliothek Ladenburg, Hauptstraße 8, 68526 Ladenburg
Einlass: 19 Uhr

Eintritt: 7 €
Vorverkauf ab 5. November in der Stadtbibliothek Ladenburg (Tel: 06203 70 211)

Montag, 10. Dezember, 19.30 Uhr
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Thema des Abends: Barnes, Julian: Der Lärm der Zeit